Ausbildung

Longenarbeit

Zuerst reitet der  Besitzer selberWenn ein Pferd zu uns zur Korrektur kommt, dann sollte der Besitzer das Pferd zuerst selbst reiten, damit wir herausfinden können, ob es eher ein Problem des Reiters oder der Ausbildung des Pferdes ist. Danach wird ein Konzept erstellt, wie wir weiter vorgehen. Das erfolgt von Anfang an unter Einbeziehung des Besitzers.
Egal ob ein junges Pferd angeritten werden soll oder ob es sich um ein Rittigkeitsproblem handelt, fangen wir immer damit an, das Pferd an der einfache Longe zu arbeiten. Daran kann man gut erkennen wie sich das Pferd ohne Reiter aus- balanciert, ob Takt- oder Anlehnungsschwierigkeiten bestehen und wie das Pferd seinen Rücken gebraucht.

Das Pferd geht in Längsbiegung auf der ZirkellinieIm Idealfall geht das Pferd in Längsbiegung auf der Zirkellinie, läßt sich locker stellen, geht in allen drei Grundgangarten in klarem Takt, kann sich mühelos auch bei Übergängen ausbalancieren und reagiert bei Kommandos unverzüglich und gehorsam.

Keine Sorge, die meisten Pferde, übrigens auch Dressurpferde höherer Klassen, tun dies alles nicht. Selbst wenn sie beim Reiten noch brav ihren Dienst tun, bricht an der Longe oft das Chaos aus. Davonstürmen, Übergänge auf der Vorhand, Taktfehler, Verspannungen bis zum Umdrehen und direk- ten Ungehorsam findet man sehr oft. Feinabstimmung, wie sie beim Longieren eigentlich stattfinden sollte, sieht man nur ganz selten. Das ist deshalb so, weil Longieren unterschätzt wird. Auch das muss man lernen, wie das Reiten eben auch. Reitunterricht wird vielfach angeboten, Longierunterricht eher selten. Man tut es einfach.

Grundsätzliches Wissen über die Ausrüstung und deren Handhabung gehören dazuEs spielt keine Rolle ob man ein Mini-Pony, einen Warmblüter oder ein iberisches Pferd an der Longe arbeitet. Die Gesetzmäßigkeiten und die Ansprüche sind dieselben. Grundsätzliches Wissen über die Ausrüstung und deren Handhabung gehören auch dazu.

Longenarbeit

„Laufenlassen an der Longe und LongenARBEIT sind zwei völlig verschiedene Dinge.“